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Zugreisen in Europa 2027: Neue Verbindungen ab Deutschland und Klassiker für die Bucket List

· 5 Min. Lesezeit · Laura & Giuseppe

Zugreisen in Europa 2027: Neue Verbindungen ab Deutschland und Klassiker für die Bucket List

Mit dem Zug in den Urlaub zu fahren, heißt, dass die Reise schon beim Einsteigen beginnt: kein Sicherheitscheck, kein Gepäcklimit, dafür Landschaft vor dem Fenster und ein Ankommen mitten in der Stadt. Zugreisen in Europa werden zudem einfacher, denn mehrere Bahngesellschaften haben für 2027 neue Direktverbindungen angekündigt – einige davon starten direkt in Deutschland.

Hier ist unser Überblick: was 2027 neu dazukommen soll, welche Klassiker sich trotzdem lohnen und wo du am Ziel übernachten kannst. Wichtig: Neue Strecken sind Planungen der Bahnen. Termine können sich noch verschieben.

Neu ab Deutschland: München–Rom direkt

Die spannendste Neuerung für Reisende aus Süddeutschland: Ab Sommer 2027 sollen Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ Frecciarossa direkt von München nach Rom und nach Mailand fahren. Möglich macht das eine Kooperation von Deutscher Bahn, ÖBB und Trenitalia. Die Fahrt nach Rom soll rund achteinhalb Stunden dauern, mit Halten in Innsbruck, Bozen, Trient, Rovereto, Verona, Bologna und Florenz. Der Start steht unter dem Vorbehalt, dass die Züge rechtzeitig zugelassen werden; Testfahrten laufen bereits.

Schneller wird es erst später: Der Brenner-Basistunnel soll nach aktueller Planung Ende 2032 öffnen und die Fahrzeit um rund eine Stunde verkürzen.

Unser Tipp: Die Strecke eignet sich auch für Etappen. Ein Stopp in Bozen oder Verona macht aus der Anreise einen Teil des Urlaubs.

Neu Richtung Norden: Hamburg–Kopenhagen und bald bis Oslo

Ab Dezember 2027 sollen neue ICE-L-Züge zwischen Hamburg und Kopenhagen fahren. Das ist der erste Schritt zu einer noch größeren Verbindung: Ab Sommer 2028 planen DB, die dänische DSB und die norwegische Vy eine tägliche Direktverbindung von Berlin über Hamburg, Kopenhagen, Malmö und Göteborg bis nach Oslo. Für die gesamte Strecke rechnen die Bahnen mit rund 14 bis 15 Stunden.

Kopenhagen ist dabei das ideale Wochenendziel: Nyhavn, Radwege, Design und Restaurants liegen nah beieinander, und vom Hauptbahnhof ist vieles zu Fuß erreichbar.

Neu in Italien: Schnellzüge von Turin bis Venedig

Wer Italien mit dem Zug erkunden will, bekommt ab Herbst 2027 eine weitere Option. Die französische Bahn SNCF plant, unter der Marke Ouigo eigene Hochgeschwindigkeitszüge in Italien einzusetzen – auf einer Linie Turin–Mailand–Rom–Neapel und einer Linie Turin–Venedig mit Halten unter anderem in Brescia, Verona und Padua. Mehr Anbieter auf denselben Strecken können sich positiv auf die Preise auswirken. Wie stark, ist offen.

Neu im Westen: Brüssel–Basel am Wochenende

Ab Juli 2027 wird die bestehende TGV-Verbindung Brüssel–Straßburg testweise bis Basel verlängert. Geplant ist ein Zug pro Tag und Richtung, freitags, samstags und sonntags. Für Reisende aus dem Südwesten Deutschlands, etwa aus Freiburg oder Lörrach, wird Brüssel damit auch ab Basel ohne Umstieg erreichbar – gut für ein langes Wochenende.

Klassiker, die sich immer lohnen

Die Riviera: von Nizza nach Ligurien

Nicht neu, aber eine der schönsten Bahnstrecken Europas: Regionalzüge fahren von Nizza über Monaco nach Ventimiglia, und von dort geht es auf italienischer Seite weiter Richtung Sanremo und Genua. Die Strecke verläuft über weite Teile direkt am Meer. Steig spontan aus, wo es dir gefällt – Regionalzüge brauchen keine Reservierung.

Andalusien im Luxuszug

Für eine besondere Reise gibt es den Al Ándalus der spanischen Bahn Renfe. Seit 2026 verbindet die Route Madrid und Sevilla und führt in sieben Tagen über Aranjuez, Toledo, Cáceres, Mérida, Córdoba, Jerez und Cádiz. Die Wagen stammen aus den späten 1920er-Jahren. Das ist kein günstiger Urlaub, aber eine Reise, die man nicht vergisst.

Mit dem Nachtzug

Für längere Strecken bleibt der Nachtzug eine gute Wahl: Du sparst eine Hotelnacht und kommst morgens ausgeruht an. Die ÖBB betreiben mit dem Nightjet ein großes Netz ab Deutschland, unter anderem nach Wien, Italien und in die Schweiz.

Wo übernachten am Ziel?

Bahnhof oder Altstadt? Bei Städtereisen per Zug lohnt sich ein Hotel in Gehweite zum Bahnhof oder zum Zentrum. Ein paar Adressen, die gut zu den neuen Strecken passen:

Rom: Das Hotel Hassler liegt oben an der Spanischen Treppe – klassisches Rom mit Blick über die Dächer.

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Venedig: Das Gritti Palace steht direkt am Canal Grande, nicht weit vom Markusplatz.

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München: Wer vor der Abfahrt nach Rom noch eine Nacht in München verbringt, wohnt im Hotel Bayerischer Hof mitten in der Altstadt am Promenadeplatz.

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Tipps für Zugreisen in Europa

  1. Früh buchen, Sparpreise nutzen: Wie beim Fliegen sind frühe Tickets oft günstiger. Neue Verbindungen gehen meist einige Monate vor dem Start in den Verkauf.
  2. Reservierung prüfen: Viele internationale Schnellzüge sind reservierungspflichtig, Regionalzüge in der Regel nicht.
  3. Umstiege großzügig planen: Bei getrennt gebuchten Tickets hast du bei Verspätung keinen Anspruch auf den Anschlusszug. Lieber ein Ticket für die ganze Strecke buchen.
  4. Interrail bedenken: Wer mehrere Länder bereist, fährt mit einem Interrail-Pass oft flexibler – Reservierungsgebühren kommen aber hinzu.

Fazit: 2027 wird ein gutes Jahr für Bahnreisende

Mit München–Rom, Hamburg–Kopenhagen und neuen Schnellzügen in Italien werden Zugreisen in Europa 2027 deutlich attraktiver – vorausgesetzt, die Pläne werden wie angekündigt umgesetzt. Bis dahin lohnen sich die Klassiker an der Riviera, in Andalusien oder im Nachtzug.

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Quellen

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