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Griechenland abseits der Strände: 9 besondere Orte von Zagori bis zur Mani

· 5 Min. Lesezeit · Laura & Giuseppe

Griechenland abseits der Strände: 9 besondere Orte von Zagori bis zur Mani

Bei Griechenland denken die meisten an Inseln, Strände und Tavernen am Hafen. Das ist schön – aber nur ein Teil des Landes. Zwischen den Bergen im Norden und der Südspitze der Peloponnes liegen Orte, die mindestens genauso beeindrucken: Klöster auf Felsnadeln, Brücken und Kanäle, die Ingenieursgeschichte geschrieben haben, und ein antikes Schiffswrack, das du tauchend besuchen kannst.

Nach unserer Recherche haben wir neun besondere Orte in Griechenland abseits der Strände ausgewählt. Wir haben sie von Nord nach Süd sortiert, sodass du sie auch als Rundreise verbinden kannst.

Im Norden: Berge, Schluchten und Klöster

1. Zagori und die Vikos-Schlucht

Im Pindos-Gebirge im Nordwesten liegen die Zagori-Dörfer: Häuser, Kirchen und Bogenbrücken aus grauem Naturstein, verbunden durch alte gepflasterte Maultierpfade. Seit 2023 gehört die Kulturlandschaft Zagori zum UNESCO-Welterbe. Gleich daneben öffnet sich die Vikos-Schlucht, die im Verhältnis zu ihrer Breite zu den tiefsten der Welt gezählt wird. Wanderer können sie an einem Tag durchqueren.

Gut für: Wanderer, Ruhesuchende, Herbst- und Frühlingsreisen

2. Meteora

In Thessalien ragen gewaltige Sandsteinfelsen aus der Ebene, auf ihren Gipfeln stehen Klöster aus dem Mittelalter. Der Name bedeutet ungefähr „in der Luft schwebend“, und genau so wirkt es. Meteora ist seit 1988 UNESCO-Welterbe, sechs Klöster sind noch bewohnt und können besichtigt werden. Ausgangspunkt ist das Städtchen Kalambaka. Komm am besten früh am Morgen, bevor die Tagesausflügler eintreffen.

Gut für: Fotografie, Kultur, Sonnenaufgänge

In Mittelgriechenland: Orakel und heiße Quellen

3. Delphi

Am Hang des Parnass-Gebirges lag in der Antike das Heiligtum des Apollon, Sitz des berühmtesten Orakels der griechischen Welt. Die Ruinen von Tempel, Theater und Stadion sind seit 1987 UNESCO-Welterbe, das Museum zeigt Funde wie den bronzenen Wagenlenker. Der Blick über das Olivenhaine-Tal bis zum Golf von Korinth gehört zu den schönsten im Land.

Gut für: Geschichte, Tagesausflug von Athen

4. Edipsos auf Euböa

Im Norden der Insel Euböa, die über eine Brücke mit dem Festland verbunden ist, sprudeln in Edipsos mehr als 80 heiße Quellen. Schon antike Autoren wie Aristoteles erwähnten sie. An manchen Stellen fließt das warme Thermalwasser direkt ins Meer, sodass du am Strand in natürlichen Becken baden kannst. Wer es komfortabler mag, wohnt im Thermae Sylla, einem Hotel aus dem Jahr 1897 mit Spa und Thermalbecken.

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Gut für: Wellness, Nebensaison, ein paar ruhige Tage

5. Alonissos und das Unterwasser-Museum

Vor Alonissos in den Nördlichen Sporaden liegt das Wrack eines Handelsschiffs, das um 425 v. Chr. mit rund 3.000 Weinamphoren sank. Seit 2020 ist es als erstes Unterwasser-Museum Griechenlands zugänglich – für Taucher mit entsprechender Qualifikation und in Begleitung. Wer nicht taucht, erlebt das Wrack im Besucherzentrum per Virtual Reality. Das Gebiet gehört zum Nationalen Meerespark von Alonissos und den Nördlichen Sporaden.

Gut für: Taucher, Naturfans, eine ruhige Insel ohne Massentourismus

Auf dem Weg zur Peloponnes: Meisterwerke der Technik

6. Rio-Andirrio-Brücke

Seit 2004 überspannt die Rio-Andirrio-Brücke die Meerenge zwischen Festland und Peloponnes. Mit rund 2,9 Kilometern Länge gehört sie zu den längsten Schrägseilbrücken der Welt mit mehreren Feldern. Die Pfeiler stehen in tiefem Wasser in einer Erdbebenregion – ein Grund, warum die Brücke unter Ingenieuren als Meisterleistung gilt. Am schönsten wirkt sie bei Sonnenuntergang von der Uferpromenade in Rio aus.

Gut für: Roadtrips, Technikfans

7. Kanal von Korinth

Der rund 6,3 Kilometer lange Kanal schneidet durch die Landenge von Korinth und verbindet den Golf von Korinth mit dem Saronischen Golf. Die Idee ist mehr als 2.500 Jahre alt, eröffnet wurde der Kanal aber erst 1893. Von den Brücken blickst du bis zu rund 80 Meter tief auf das schmale Wasserband zwischen senkrechten Felswänden. Nach Sanierungsarbeiten ist der Kanal seit Juni 2026 wieder für die Schifffahrt geöffnet.

Gut für: einen Stopp auf dem Weg von Athen zur Peloponnes

Im Süden der Peloponnes: Felsenstadt und Turmhäuser

8. Monemvasia

Vor der Ostküste der Peloponnes liegt ein mächtiger Felsen im Meer, nur über einen schmalen Damm mit dem Festland verbunden. Der Name bedeutet „einziger Zugang“. Dahinter versteckt sich eine mittelalterliche Stadt mit engen Gassen, Kirchen und Steinhäusern, in der Autos keinen Platz haben. Abends, wenn die Tagesgäste weg sind, ist die Stimmung besonders.

Gut für: Paare, Romantik, Fotografie

9. Die Mani und ihre Turmhäuser

Der mittlere Finger der Peloponnes ist karg, steinig und wunderschön. Typisch für die Mani sind schmale Wohntürme aus Naturstein, die früher Schutz bei Fehden zwischen Familien boten. Dörfer wie Vathia sehen aus wie aus einer anderen Zeit. Am Ende der Halbinsel liegt Kap Tenaro, der südlichste Punkt des griechischen Festlands.

Gut für: Roadtrips, Wandern, ursprüngliches Griechenland

Tipps für deine Griechenland-Reise abseits der Strände

  • Mit dem Mietwagen reisen: Die meisten dieser Orte erreichst du am besten mit dem Auto. Für die ganze Route von Zagori bis zur Mani solltest du mindestens zwei Wochen einplanen.
  • Frühling und Herbst wählen: Zum Wandern und Besichtigen sind April bis Juni sowie September und Oktober angenehmer als der heiße Hochsommer.
  • Früh starten: An bekannten Orten wie Meteora oder Delphi hast du morgens mehr Ruhe.
  • Kombinieren: Nach ein paar Tagen voller Eindrücke tut ein Strandtag gut. Ideen für Inseln findest du in unserem Artikel über die schönsten Inseln der Welt, und wer zum Abschluss ein Resort sucht, wird in unserem Beitrag zu All-inclusive in Griechenland fündig.

Fazit: Griechenland ist mehr als Sonne und Strand

Wer Griechenland abseits der Strände entdeckt, erlebt ein Land voller Geschichte, Natur und Technik. Von den Steinbrücken in Zagori über die Klöster von Meteora bis zu den Turmhäusern der Mani: Diese neun Orte zeigen, wie vielseitig das Land ist – und warum sich eine Reise auch außerhalb der Badesaison lohnt.

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Quellen

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